Über mich Dr. Gisela Kolbe

Tierärztliche Praxis Gröbenzell

Dr. med.vet. Gisela Kolbe
Alpenstr. 27
82194 Gröbenzell
Telefon: 08142-53580


 



Impfungen der Katze



Tollwut (T)

Tollwut ist eine tödliche Virusinfektion, die über Speichel übertragen wird. Nicht nur durch Bißwunden kann sich Tier oder Mensch infizieren, sondern der Speichel eines erkrankten Tieres in der Wunde eines Anderen reicht zur Ansteckung aus. Überträger der Tollwut sind vor allem Füchse. Den einzigen Schutz vor Ansteckung bei Kontakt mit erkrankten Tieren bietet eine Tollwut-Schutzimpfung, die höchstens ein Jahr zurückliegt. Besonders wichtig ist dieser Schutz für freilaufende Katzen.

 

Katzenseuche (P)

Feline infektiöse Enteritis (FIE), Panleukopenie oder Parvovirose der Katze

Die Katzenseuche ist eine oft tödlich verlaufende Krankheit. Sie ist hochgradig ansteckend und sehr leicht übertragbar (daher der Name "Seuche"). In der Außenwelt ist das FIE-Virus sehr widerstandsfähig und kann bei Zimmertemperatur bis zu einem Jahr ansteckend bleiben. Es ist außerdem durch die meisten Desinfektionsmittel nur schlecht abzutöten.
Gefährdet sind ungeimpfte oder nicht ausreichend geschützte Katzen jeden Alters. Die Ansteckung erfolgt von Tier zu Tier über den Atmungs- oder Verdauungstrakt (Kot, Harn, Speichel) oder z.B. durch Katzenkörbe, Futternäpfe, Toiletten, die von mehreren Katzen gemeinsam benutzt werden. Auch der Mensch kommt als Überträger in Frage, indem er das Virus mit seinen Schuhen, der Kleidung oder den Händen einschleppen kann. Daher sollten auch Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, gegen Katzenseuche geimpft werden.

Mögliche Anzeichen einer Infektion mit dem Katzenseuche-Virus:

Erbrechen, massiver Durchfall, Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit, hohes Fieber, quälender Durst, struppiges Fell (die Katze trocknet aus).

Katzenschnupfen (R)

Der Katzenschnupfen wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitserreger übertragen. Die schwersten Krankheitsformen werden durch Calici- und Herpesviren verursacht. Chlamydien, Mykroplasmen und verschiedene Bakterien können ähnliche, meist harmlosere Erkrankungen hervorrufen, oder auch die bestehende Krankheit komplizieren. Je nach Abwehrkraft der Katze und Art des Erregers können schwerwiegende Komplikationen wie Lungenentzündung oder Geschwüre der Mundschleimhaut und der Hornhaut des Auges auftreten. Besonders betroffen sind junge oder abwehrgeschwächte Katzen

Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit einem erkrankten Tier oder einer Katze, die die Krankheit schon überstanden hat und zeitweise Viren ausscheidet (Dauerausscheider).

Katzenleukose (Leukose)

Der Auslöser dieser Krankheit,die zur Zeit häufigste infektiöse Todesursache der Katzen darstellt, ist das Feline Leukämievirus(FeLV), das durch Kontakt übertragen und hauptsächlich durch den Magen - Darmtakt aufgenommen wird. Eine infizierte Katze - sie muß noch nicht sichtbar erkrankt sein -scheidet das Virus unter anderem in großen Mengen über den Speichel aus. Die Ansteckung gesunder Katzen erfolgt von Tier zu Tier oder indirekt über das Futtergeschirr,aber auch schon im Mutterleib und über die Muttermilch.

Infektiöse Bauchfell- Entzündung (FIP)

Die Feline Infektiöse Peritonitis ist eine Infektionskrankheit der Katzen, die durch das Coronavirus, hervorgerufen wird und oft tödlich endet. Am häufigsten wird der Erreger direkt von Katze zu Katze übertragen, aber auch indirekt von Katzen, die zwar infiziert sind aber keine Symptome zeigen. Die häufigste Verlaufsform ist die feuchte FIP mit Flüssigkeit in Bauch- und Brusthöhle. Bei der trockenen FIP bilden sich knötchenartige Veränderungen auf der Oberfläche der Bauchorgane.



Die Immunisierung:

Alter Impfung
8-9 Wochen P + R, ggfls Leukose
12-13 Wochen P + R + T, ggfls Leukose
16 Wochen evtl. FIP
19-20 Wochen evtl. FIP
1 Jahr später P + R + T, ggfls Leukose, FIP
wieder 1 Jahr später P + R, ggfls Leukose, FIP
wieder 1 Jahr später P + R, ggfls Leukose, FIP
1 Jahr später P + R + T, ggfls Leukose, FIP


Nach der Grundimmunisierung sind regelmäßige jährliche Auffrischungsimpfungen zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes unbedingt erforderlich. Hat eine Auffrischung länger Zeit nicht stattgefunden, so ist eine neue Grundimmunisierung nötig.